Taijiquan

Die exakte Enstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Taijiquan weist trotz wachsender Kenntnisse noch viele dunkle Flecken auf. Als sicher kann nach derzeitigem Forschungsstand aber wohl gelten, dass der General Chen Wangting (ca. 1597-1664) darin eine zentrale Rolle einnimmt; weswegen er auch häufig als "Begründer" des Taijiquan, oder zutreffender: des Chen-Stil bzw. Chen-Clan Taijiquan, bezeichnet wird.

Innerhalb des Chen-Clan-Taijiquan haben sich zwei große Richtungen herausgebildet: der sogenannte „Kleine Rahmen“ und der sogenannte „Große Rahmen“ (welcher noch einmal eine Unterteilung in „Alten Rahmen“ und „Neuen Rahmen“ kennt). 
Eine Überlieferungslinie innerhalb des Kleinen Rahmens steht gegenwärtig unter der Leitung von Chen Peishan und Chen Peiju (beide 20te Generation Chen-Familie); dieser gehört als führender Vertreter im deutschsprachigen Raum auch mein Lehrer Dietmar Stubenbaum an. 
Die beiden traditionellen Übungsweisen des Taijiquan sind die sogenannten taolu oder Soloformen sowie Partnerübungen wie tuishou; sowohl mit als auch ohne Waffen (Schwert, Säbel, Hellebarde). Dazu kommen für die Entwicklung der Taijiquan-Fertigkeiten wichtige Übungen wie „Stehende Säule“ oder das „Seidenfaden-Wickeln“.
Sie haben bei mir die Möglichkeit, authentisches Chen-Taijiquan durch das Üben der Sizheng-Form kennenzulernen; einer kurzen, von Chen Peishan entwickelten Form, welche einerseits auf das anspruchsvolle Erlernen des traditionellen Taijiquan vorbereitet, andererseits als Ergänzung zu anderen Sportarten oder als eigenständige Gesundheitsübung praktiziert werden kann.
Bitte kontaktieren Sie mich bei Interesse.
 

Xingyiquan

Xingyiquan, die „Boxkunst (quan) von Form (xing) und Absicht (yi)“, ist eine legendäre chinesische Kampfkunst, als deren Begründer der berühmte Speerkämpfer Ji Jike (1588-1662) gilt. Bei meinem Lehrer Dietmar Stubenbaum haben Sie die Möglichkeit, diese Kampfkunst zu erlernen. Der Unterricht konzentriert sich dabei auf den in der Provinz Shanxi überlieferten und von Che Yizhai (1807-1888) begründeten Che-Stil, sowie Hebei-Xingyiquan. Dazu werden die im Westen kaum oder gar nicht bekannten Methoden des „Hühnerschritts“ (jituibu) und des „kauernden Affen“ (dunhoushi) gelehrt, welche in besonderer Weise die für das effektive Schlagen innere Verbindung des Körpers entwickeln. Abgerundet wird dieses faszinierende Programm durch den „Birnenblüten-Speer“ (Lihua-qiang) bzw. „Wangbao-Speer“; eine reine Speerkampf-Tradition, begründet von Dong Bingqiang (1580-1679) und fortgeführt von Wang Zhongjin aus Wangbao.

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© Julian Braun